Das war der Neujahrsputz 2016

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Endlich…Endlich…Endlich…..

Seit 9 Tagen lag der Neujahresmüll auf den Elbwiesen. Fast jeden Tag daran vorbei zu gehen, ohne ihn aufzuheben, war unglaublich schwer. Ganz haben wir das auch nicht geschafft.
Aber dann kam der große Tag. Daß er so groß werden würde, hatte ich gar nicht erwartet. Stiefel angezogen, Hund geschnappt, gesponsorte Kekse von der Bäckerei Walther geholt, und auf zur Elbe.
An der Flutmauer verteilte Gerald schon Mülltüten, Greifer und Handschuhe, und Helfer kamen herbei. Die Bekannten begrüßt und neue Menschen kennengelernt. Und es wurden immer mehr…

30 waren es, als wir anfingen. Am Eselsnest fanden sich nochmal 30 ein und sorgten für ein sauberes Elbe-Revier. Die gesamte Strecke vom Eselnest über die Molenbrücke, einschließlich der Uferbank darunter, bis fast zum Kran in Übigau wurde fein säuberlich von Silvestermüll und Unrat befreit.

Der “Keksjunge” Herr Klemm vom Ortsamt Pieschen, zuständig für Ordnung und Sicherheit im Stadtteil, und sein Chef Herr Wintrich strahlten, vom Eifer der Helfer sichtlich erfreut. Freundliche und fröhliche Gesichter gab es auch von Zuschauern; vielleicht machen die ja das nächste Jahr auch mit?!

Schon diesmal nicht lumpen ließen sich jedenfalls 12 Flüchtlinge aus der Notunterkunft in der Turnhalle Thäterstraße. Ausgestattet mit den roten Plastiksäcken und stabilen Arbeitshandschuhen von der Stadtreinigung, drehten sie zusammen mit uns zuerst eine Runde durch Übigau, denn dort lag auf den Straßen noch viel Müll von der Silvester-Knallerei. Schnell waren die ersten Säcke gefüllt, und wir mußten für Nachschub sorgen. So arbeiteten wir uns fröhlich und eifrig zu den Elbwiesen vor, wo wir auf die anderen Elbe-Putzer trafen und die reichlichgefüllten Säcke auf einem stattlichen Haufen zusammentrugen.

Die Lindenschänke belohnte alle Sammler mit einer Bratwurst, doch sie war auch schnell bereit, die muslimischen Helfer mit einer heißen Tomatensuppe zu erfreuen. Ganz nebenbei entstanden neue Begegnungen zwischen bislang einander Fremden. Den Mitarbeitern der Lindenschänke dafür ein besonderes Dankeschön!

Fazit:
Jede Werbung hat etwas gebracht, ob nun Plakate, Internet, Zeitung oder persönliche Gespräche.
Wir ziehen den Hut vor den vielen engangierten und tollen Menschen aus Pieschen, ob nun alteingesessen oder neu angekommen.
Herzlichen Dank an alle Helfer, Organisatoren und Unterstützer!

Heidi Franzke & Heike Brauer (drachenkind-fotografie)

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